13 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen werden Schätzungen zufolge durch Autos, Schiffe, Züge und Flugzeuge verursacht. Dass in Sachen Umweltschutz auch hier Handlungsbedarf besteht, haben die Großen der Logistikbranche erkannt und entsprechende Umweltinitiativen oder - programme gestartet. Gesucht wird vor allem nach Transportlösungen, die umweltfreundlich sind und trotzdem bezahlbar bleiben. Auf der Eröffnungsveranstaltung der Transport und Logistik, strich Prof. Dr. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik (BVL) die Bedeutung dieses Themas für die Branche heraus. Außerdem bedeutet seinen Worten zufolge „Grün“ nicht gleich teuer:
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Prof. Dr. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik (BVL), zufolge beinhaltet Grüne Logistik vor allem Nachhaltigkeit und Effizienz (Länge 00:20 Min.)
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Das Unternehmen DHL beispielsweise will im Rahmen seines Klimaschutzprogrammes „GoGreen“ durch den Einsatz alternativer Fahrzeuge und Kraftstoffe die CO2-Emmissionen beim Pakettransport vermindern. Bis zum Jahr 2020 will das Unternehmen den CO2-Ausstoß um etwa 30 Prozent verringern. Dazu DHL-Pressesprecher Claus Korfmacher:
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Claus Korfmacher, Pressesprecher bei DHL erklärt, wie sein Unternehmen den CO2-Ausstoß verringern will. Als Beispiel nennt er spezielle Fahrertrainings oder neue Antriebstechnologien (Länge 00:29 Min.)
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Zu den Fahrzeugen, die DHL bei der Zustellung von Paketen künftig einsetzen will, gehört der sogenannte SmartTruck. Der Lkw kann durch die Nutzung einer neuartigen Tourenplanungssoftware sowie der RFID-Technologie Umwege, Staus und unnötige Wartezeiten vermeiden, so Korfmacher. Das Pilotprojekt wird derzeit in Berlin durchgeführt:
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Claus Korfmacher, Pressesprecher bei DHL; Informationen und Daten von Taxiunternehmen zu innerstädtischen Staus fließen hier mit ein, spezielle Software mit GPS und Pakete sind mit RFID-Funklabels ausgestattet, um die Routenplanung zu optimieren (Länge 00:50 Min.)
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Daneben arbeitet DHL derzeit auch mit der Universität Bremen zusammen, um die Steuerung von Containern zu optimieren. Das Prinzip: Container sollen künftig wie Fahrgemeinschaften funktionieren:
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Claus Korfmacher, Pressesprecher bei DHL, Container sollen sich mittels Software gegenseitig darüber informieren, wie voll sie sind; entsprechend kann eine Ladung von Containern dann umgepackt werden, so kann die Anzahl der Fahrten reduziert werden (Länge 00:18 Min.)
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Auch das Unternehmen DB Schenker hat eine ganze Fülle von Maßnahmen entwickelt, die unter dem Stichwort DB Eco Programm zusammengefasst sind. Das Unternehmen setzt dabei an verschiedenen strategischen Punkten an. Bei den Kunden von DB Schenker steht das Thema Umweltschutz trotz der derzeitigen Krise nach wie vor auf der Agenda; hier sei es laut Andrea Bulle aus dem Fachberecih Ressortstrategie bei DB Schenker aber wichtig, den ökologischen mit dem ökonomischen Gedanken zu verbinden:
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Andrea Bulle, aus dem Fachbereich Ressortstrategie Logistics bei DB Schenker erklärt, dass die Kunden angesichts der Finanzkrise im Moment vor allem daran interessiert sind, Kosten zu sparen, aber gerade das ist mit umweltverträglichen Maßnahmen möglich (Länge 00:37 Min.)
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Im europäischen Landverkehr werden alle Umweltschutzmaßnahmen bei DB Schenker unter dem Stichwort „GreenRoad“ gebündelt, erklärt Andrea Bulle aus dem Fachbereich Ressortstrategie Logistics bei DB Schenker:
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Andrea Bulle, aus dem Fachbereich Ressortstrategie Logistics bei DB Schenker: Bis 2014 sollen rund 20.000 Fahrer in umweltfreundlicher Fahrweise ausgebildet werden, außerdem sollen Hybridfahrzeuge eingesetzt werden (Länge 00:54 Min.)
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Eine weitere Säule des Eco Programms präsentiert DB Schenker unter dem Stichwort „Klimaschutz durch CO2-freien Transport“. Was sich dahinter verbirgt, erklärt Andrea Bulle:
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Andrea Bulle, aus dem Fachbereich Ressortstrategie Logistics bei DB Schenker; der Bereich Schiene soll komplett CO2-neutral gestellt werden, indem Strom aus erneuerbaren Energien gekauft wird, ins Stromnetz eingespeist und dann entsprechend für den vom Kunden bestellten Zug verwendet wird (Länge 00:41 Min.)
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Das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) aus Dortmund ist als Berater, Forscher und Entwickler für die Optimierung der inner- und außerbetrieblichen Logistik tätig. Beim Projekt „Efficient Load“ wird derzeit eine Software entwickelt, die die Tourenplanung und die Laderaumoptimierung miteinander verbindet, erklärt Bernhard van Bonn, stellvertretender Abteilungsleiter Verkehrslogistik beim Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik:
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Bernhard van Bonn, stellvertretender Abteilungsleiter Verkehrslogistik beim Fraunhofer Insitut für Materialfluss und Logistik erklärt das Prinzip der „Efficient Load“-Software (Länge 00:48 Min.)
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Bernhard van Bonn, stellvertretender Abteilungsleiter Verkehrslogistik beim Fraunhofer Insitut für Materialfluss und Logistik erklärt, dass es bei der Software vor allem auf die Datenerfassung auf Seiten des Nutzers ankommt (Länge 00:27 Min.)
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Bis Ende dieses Jahres soll die Testphase abgeschlossen, Anfang 2010 die Software marktreif sein.
In einem anderen Bereich ist Frank Steinwender, ebenfalls vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik tätig. Das Fraunhofer Institut berät Logistikunternehmen, wie in der täglichen Praxis CO2 eingespart werden kann:
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Frank Steinwender aus der Abteilung Umwelt und Ressourcenlogistik beim Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik; seine Abteilung berät Unternehmen, wie sie sowohl beim Transport als auch im Bereich der VerpackungCO2 eingespart werden kann (Länge 00:43 Min.)
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Nach Worten von Steinwender können dabei Einsparungen von drei bis 20 Prozent erreicht werden.