Sie sind äußerst klein, aber ihr Innenleben hat es in sich. Es stecken Rechner, Energieversorger oder ausgefeilte Kommunikationstechnik in ihnen. Die Rede ist von sogenannten eGrains, die die Miniaturisierung in der Elektronik revolutionieren sollen. Die gesamte Fertigung soll dadurch flexibler, effizienter und auch umweltfreundlicher werden. Auf der Productronica 2009 beschäftigt sich eine eigene Sonderschau mit der „Selbstorganisierenden Produktion“, kurz SOPRO. Dazu Eckhard Hohwieler, Leiter Produktionsmaschinen und Anlagenmanagement beim Fraunhofer Institut Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik in Berlin:
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Eckhard Hohwieler, Leiter Produktionsmaschinen und Anlagenmanagement beim Fraunhofer Institut Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik in Berlin; hinter dem Projekt verbirgt sich die Vision, dass Objekte, Werkzeuge, Maschinen intelligent gemacht werden, sie sind ausgerüstet mit Mikrosystemtechnologien, wodurch sie sich miteinander unterhalten können und so kooperativ Aufgaben in der Fertigung lösen können. (Länge 00:29 Min.)
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Dadurch sollen Produktionsprozesse zukünftig vor allem effektiver ablaufen, indem die eGrains beispielsweise mit den Produktionsmaschinen kommunizieren, so Hohwieler:
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Eckhard Hohwieler, Leiter Produktionsmaschinen und Anlagenmanagement beim Fraunhofer Institut Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik in Berlin; dieses Teil kann bei Maschinen anfragen, welche Maschine gerade frei ist, kann dann verhandeln, wann der Produktiosnvorgang stattfinden wird, dann wird das Werkteil dorthin gebracht, es übergibt Maschine alle Informationen, die Maschine überspielt danach den Zustand auf das Werkteil; wenn ein Werkzeug nicht zur Verfügung steht, kann das eGrain entscheiden, ob der Arbeitsvorgang beispielsweise an einer alternativen Maschine durchgeführt werden soll. (Länge 00:51 Min.)
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Michael Niedermayer vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in Berlin beschäftigt sich mit der Konstruktion der eGrains. Er vergleicht sie in ihrer Funktionsweise mit einem miniatisierten Handy:
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Dr. Michael Niedermayer, Gruppenleiter Technology-oriented Design Methods beim Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegraion IZM in Berlin; ein eGrain ist so groß wie ein Zuckerwürfel, es hat einen Akku integriert, da sind auch Bauelemente drin, Sensoren, ein Minicomputer, wo Software drauf ist, man kann sie entweder auf Teilkomponenten draufkleben oder auch bestimmte Maschinenteile damit versehen, die können dann erkennen, wann eine Maschine altert, da kann man enorm viel Geld sparen, wenn eine Maschine weiß, wann sie ausfällt. (Länge 00:53 Min.)
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Derzeit haben solche eGrains noch die Größe von Zuckerwürfeln, sollen aber in Zukunft noch viel kleiner werden, möglicherweise wie Körner oder gar Staubteilchen. Darin liegt auch die Herausforderung, so Niedermayer:
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Dr. Michael Niedermayer, Gruppenleiter Technology-oriented Design Methods beim Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegraion IZM in Berlin; man muss hier viele Komponenten auf kleinstem Raum zusammenbringen, wenn Funk angeht und ich eine genaue Messung mache möchte, ist das schwierig, gleichzeitig habe ich auch wenig Platz für die Batterie, man kennt es vom eigenen Handy, ich muss mit einem Bruchteil von Energie länger auskommen, das ist die Herausforderung. (Länge 00:28 Min.)
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Derzeit läuft das Projekt SOPRO des Fraunhofer-Institut noch zwei Jahre; es wird damit gerechnet, dass es erste Kooperationen mit Firmen ab etwa 2015 geben wird. Dr. Michael Niedermayer setzt hohe Erwartungen in die Weiterentwicklung der eGrain-Technologie. Er hat seine eigene Zukunftsvision:
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Dr. Michael Niedermayer, Gruppenleiter Technology-oriented Design Methods beim Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegraion IZM in Berlin; ich könnte mir vorstellen, wenn ich mein Auto in 25 Jahren anschaue, dass ich viele Stellen mit kleinen Punkten sehe und wüßte im Falle eines Defekts, dass sich meine Sensorknoten über mein Handy mit der Werkstatt verbinden; die können dann sofort sagen, welche Teile kaputt sind; je günstiger solche Systeme werden, desto mehr Teile können mit solchen Etiketten versehen werden; da kann ich dann erkennen, ob das Originalteile sind usw.; das kann für den Endverbraucher sehr nützlich sein, deshalb glauben wir, dass solche Sensornetzwerke eine große Zukunft haben werden. (Länge 01:01 Min.)
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