Laseranwendungen gehören inzwischen in vielen Teilbereichen der Medizin zum Alltag. Sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie eröffnet die Laserstrahlung neue Wege: Minimalinvasive, präzise Operationstechniken und Behandlungen mit geringen Nebenwirkungen entlasten den Patienten und können Kosten reduzieren.
Ein Unternehmen, dass sich mit dieser sogenannten Biophotonic beschäftigt, ist JenLab. Das Unternehmen aus Jena zeigt auf der Messe einen neuen Laser-Tomographen, mit dem Zelleigenschaften besser erforscht werden können und so helfen, Krankheiten früher zu behandeln. Das Gerät kann quasi in die Haut hineinschauen, erklärt Prof. Karsten König, Geschäftsführer von JenLab:
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Prof. Karsten König, Geschäftsführer von JenLab; Zellproben zu entnehmen ist nicht notwendig; ein flexibler Meßkopf wird auf die Haut aufgesetzt, ein Laser rastert die Haut ab, dann werden dreidimensionale Bilder Haut erstellt mit einer sehr hohen Auflösung (Länge 00:40 Min.)
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Prof. Karsten König, Geschäftsführer von JenLab; wir sehen jede einzelne Zelle, die Architektur der Haut; wir schauen nach bestimmten Krankheiten wie dem schwarzen Hautkrebs. Wir können in den Leberfleck hineinschauen und können Krebszellen sehen; wir sehen auch die DNA dieser Zellen und sehen, ob sie sich vervielfachen und ob sie wandern (Länge 00:37 Min.)
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Nach Worten von König liegt vor allem in der Schnelligkeit des Verfahrens der große Vorteil. Innerhalb weniger Minuten ist ein Leberfleck untersucht und der Arzt kann frühzeitig reagieren und im Bedarfsfall den Leberfleck entfernen. Derzeit hat JenLab weltweit etwa 20 Geräte im Einsatz.
Das Munich-Centre for Advanced Photonics (MAP) präsentiert ein Laserverfahren zur Tumorbekämpfung mittels hauchdünner transparenter Folien aus Kohlenstoff. Diese befinden sich auf einem metallischen Träger, so Christine Kottenbruck, beim MAP zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit:
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Christine Kottenbruck, Öffentlichkeitsarbeit beim MAP; wenn man mit dem Laser da nun drauf schießt, trennen sich die Ionen und die Elektronen. Diese fliegen voran und ziehen die schwereren Ionen hinterher. Diese Ionenstrahlen können gezielt in der Krebstherapie eingesetzt werden (Länge 00:22 Min.)
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Christine Kottenbruck, Öffentlichkeitsarbeit beim MAP; als Patient werde ich bestrahlt. Diese Ionenstrahlen haben den Vorteil, dass sie ihre Energien erst im Tumor freisetzen, das Gewebe vorher wird geschont. Bisher gibt es solche Ionenstrahlentherapien zwar auch schon, allerdings sind diese Geräte immens groß, deswegen gibt es weltweit nur sehr wenige. Unsere Geräte sind viel kleiner, so dass man sie auch in vielen Krankenhäusern einsetzen könnte. (Länge 00:47 Min.)
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Bis solche Laserverfahren allerdings zum Alltag in den Krankenhäusern gehören, dauert es nach Worten von Kortenbruck noch etliche Jahre.
Am Stand der Innovationsliga demonstrieren talentierte Jungforscher u.a. einen neuen optischen Hautsensor, mit dem man die eigenen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten unter die Lupe nehmen kann. Entwickelt hat den mobilen Scanner die Firma Opsolution aus Kassel. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Elisabeth-Knipping-Schule aus Kassel wurde im Anschluss eine Studie zu den verschiedenen Ernährungsgewohnheiten und Stressfaktoren durchgeführt. Der Scanner von der Größe einer Computermaus wird an die Haut gehalten. Wenige Minuten später lässt sich das Ergebnis am Bildschirm ablesen. Dazu Felix Dowald von der Elisabeth-Knipping-Schule:
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Felix Dowald von der Elisabeth-Knipping-Schule; mittels eines Spektrometers werden die Karotinoiden in der Haut ermittelt; daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Ernährungsgewohnheiten und Stress geben, dem der Proband ausgesetzt ist. Der Wert wird auf einer Skala von 0 bis 12 ermittelt (Länge 00:47 Min.)
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Die beispielsweise in Obst und Gemüse enthaltenen Antioxidantien schützen die Haut nicht nur vor Faltenbildung, sondern auch vor Hautkrebs. Wer allerdings vielen Stressfaktoren wie z.B. Krankheit, Schlaflosigkeit, Alkohol oder Rauchen ausgesetzt ist, verliert diesen Schutz, erklärt Dr. Dr. Maxim Darvin von der Charité in Berlin:
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Dr. Dr. Maxim Darvin von der Charité in Berlin erklärt das medizinische Verfahren des Hautsensors (Länge 00:57 Min.)
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Vier Jahre hat es gedauert, bis der Prototyp des Scanners fertig war. Er soll etwa 200 Euro kosten und vor allem in Arztpraxen zum Einsatz kommen.