Die Wahrscheinlichkeit hierzulande in freier Wildbahn einem Luchs, Bär oder auch Wolf zu begegnen ist derzeit zwar sehr gering, könnte aber in Zukunft öfters passieren. Denn die Wildtiere sind auf dem Vormarsch. Luchse sind in Deutschland beispielsweise im ostbayerischen Raum beheimatet. In der Grenzregion zu Tschechien leben derzeit etwa 14 bis 15 Tiere. Mehrere Wolfsrudel sind zur Zeit in Brandenburg und Sachsen beheimatet, wildlebende Bären gibt es derzeit in Deutschland keine, im benachbarten Österreich sind es nach Schätzungen etwa fünf Tiere. Dass sich diese Wildtiere früher oder später weiter ausbreiten werden, davon ist auszugehen, erklärt Manfred Wölfl vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, er ist dort Beauftragter für große Beutegreifer:
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Manfred Wölfl vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Beauftragter für große Beutegreifer sagt, die Rückkehr der Wildtiere ist auf jeden Fall eine Bereicherung für die Artenvielfalt in Bayern (Länge 00:18 Min.)
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Auf der einen Seite ist die Rückkehr der Wildtiere eine Bereicherung für die heimische Artenvielfalt, auf der anderen Seite können die Tiere in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft auch gefährlich werden. Wie das Zusammenleben von Mensch und Tieren aussehen kann, zeigt das Bayerische Umweltministerium auf der Jagen und Fischen in einer großen Sonderausstellung unter dem Titel „Die großen Vier – vom Umgang des Menschen mit Wolf, Bär und Luchs“:
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Manfred Wölfl vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Beauftragter für große Beutegreifer geht es darum, die unterschiedlichen Sichtweisen über die Tiere miteinander in Einklang zu bringen (Länge 00:38 Min.)
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n der Ausstellung wird beschrieben, dass in Deutschland täglich Naturraum in der Größe von etwa 160 Fußballplätzen verloren geht. Da stellt sich die Frage, ob für diese Wildtiere überhaupt noch genügend Lebensraum vorhanden ist. Hans-Dieter Schuster von der Naturschutzabteilung im bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit kann dies klar bejahen:
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Hans-Dieter Schuster, von der Naturschutzabteilung im bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit erklärt, dass es in Europa noch sehr viel Raum gibt für Wildtiere, vor allem im Alpenraum oder auch im bayerischen Wald, natürlich nicht in dicht besiedelten Ballungszentren wie Nürnberg oder München (Länge 00:35 Min.)
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Diese Ansicht vertritt Prof. Dr. Jürgen Vocke, Vorsitzender des bayerischen Landesjagdverbandes nicht unbedingt. Für ihn stellt sich die Frage, ob Wildtiere wie Bär, Luchs oder auch Wolf bei uns überhaupt noch artgerechte Lebensräume finden können:
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Prof. Dr. Jürgen Vocke, Vorsitzender des bayerischen Jagdverbandes bezweifelt, ob es in Bayern noch einen artgerechten Lebensraum für Wildtiere wie Wolf, Luchs oder Bär gibt (Länge 00:28 Min.)
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Für die Jäger ergibt sich daraus auch noch ein weiteres Problem, so Vocke:
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Prof. Dr. Jürgen Vocke, Vorsitzender des bayerischen Jagdverbandes zu seiner Sorge, dass beispielsweise die Ausbreitung von Luchsen auch die Wertigkeit der Jagd in Frage stellt (Länge 00:18 Min.)
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Dass gerade für solche Fragen in Zukunft Lösungen gefunden werden und entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, liegt auf der Hand. Um ein Nebeneinander zwischen Mensch und Wildtier zu ermöglichen, sind daneben auch noch weitere Maßnahmen notwendig. Hans-Dieter Schuster spricht beispielsweise vom Schutz der Nutztiere durch elektrische Zäune oder auch die Nachzucht von sogenannten Bärenhunden, erklärt Schuster:
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Hans-Dieter Schuster, von der Naturschutzabteilung im bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit sagt, guten Schutz beispielsweise von Bärenangriffen auf Schafe bieten sogenannten Bärenhunde; Hunde die speziell Bären schnell wittern und sie entsprechend vertreiben (Länge 00:38 Min.)
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Die interaktive Wanderausstellung „Die großen Vier – Vom Umgang mit Bär, Wolf und Luchs“ haben in der Zwischenzeit rund 50.000 Besucher gesehen. Nach der Jagen und Fischen reist die Ausstellung noch mindestens ein Jahr weiter quer durch Bayern. Stationen sind unter anderem Regensburg, Nürnberg, Bayreuth und Aschaffenburg.