Einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes zufolge fallen in Deutschland jedes Jahr rund 600.000 Tonnen Elektroschrott an. Das sind im Schnitt etwa 7,5 Kilo pro Einwohner. In dem „Schrott“ steckt viel Wertvolles: Edelmetalle wie Gold, Silber und Palladium. Besonders viel davon ist in Mobiltelefonen und Computern verbaut. Auf der IFAT ENTSORGA zeigen Unternehmen, wie derartige „Schätze“ wieder zurück gehoben werden können.
Die gesamte Bandbreite des Themas Recycling deckt die ALBA Group ab: Mit einem jährlichen Umsatzvolumen von über 2,2 Milliarden Euro und rund 9.000 Mitarbeitern ist die ALBA Group einer der führenden europäischen Umweltdienstleister und Rohstoffanbieter. Dass die Recycling-Wirtschaft in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebt, bestätigt Dr. Axel Schweitzer, Vorsitzender der INTERSEROH SE und Mitglied des Vorstands der ALBA AG :
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Dr. Axel Schweitzer, Vorsitzender der INTERSEROH SE und Mitglied des Vorstands der ALBA AG; nach einer aktuellen Studie von Roland Berger wird der Bereich Green Business in Deutschland bis zum Jahr 2020 zu dem bedeutendsten Wirtschaftszweig werden und zwar mit einem gesamten Jahresvolumen von 470 Mrd. Euro; die deutsche Umweltindustrie ist weltweitführend; wir von der ALBA Group decken hier die beiden Megatrends der Zukunft ab und zwar den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt, sprich die Reduktion von C02 und auf der anderen Seite die Wiedergewinnung von Wertstoffen aus Abfällen (Länge 00:45 Min.)
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Nach Worten von Schweitzer, sind es vor allem Metalle, die im Fokus stehen:
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Dr. Axel Schweitzer, Vorsitzender der INTERSEROH SE und Mitglied des Vorstands der ALBA AG; wir konzentrieren uns auf alle Arten von Wertstoffen wie zum Beispiel Kupfer; pro Tonne sind das etwa 6000 Euro; die ALBA Group verfolgt das Ziel des „zero waste“; ein weiteres Beispiel sind Flachbildschirme; diese werden in der Branche zukünftig immer wichtiger werden, beispielsweise enthalten die Geräte das seltene Metall Indium. Wir forschen gerade daran, diese Stoffe aus den Flachbildschirmen zu bekommen und die Geräte letztlich gänzlich zu recyceln. (Länge 00:40 Min.)
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Auch die hamos GmbH aus Penzberg hat sich zu einem weltweit führenden Anbieter von Anlagen für das Elektronik-Recycling entwickelt. Nach Worten des hamos Geschäftsführers, Dr. Rainer Köhnlechner ist das Wiederaufbereiten von Elektroschrott inzwischen ein lukratives Geschäft:
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Dr. Rainer Köhnlechner, Geschäftsführer der hamos GmbH; es ist ein großer Markt; das liegt daran, dass in Deutschland sehr viel Elektroschrott anfällt; viele Haushaltsgeräte werden meistens nach ein paar Jahren ausrangiert; derzeit haben wir allerdings vor allem mit asiatischen Billigkonkurrenten zu kämpfen (Länge 00:43 Min.)
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Die hamos GmbH aus Penzberg stellt unter anderem Anlagen her, die Computer in ihre Bestandteile zerlegen. Festplatten insd sehr ergiebig, wie hamos Geschäftsführer Dr. Rainer Köhnlechner erklärt:
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Dr. Rainer Köhnlechner, Geschäftsführer der hamos GmbH; ein Computer besteht zu 50 Porzent aus Eisen; hinzu kommt die Leiterplatte, die viele Edelmetalle enthält, zum Beispiel etwa 200 Gramm Gold pro Tonne (Länge 00:26 Min.)
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Dr. Rainer Köhnlechner, Geschäftsführer der hamos GmbH; die Computer werden mit brutaler Gewalt zerkleinert, dann wird das Eisen abgetrennt; dann ist die Herausforderung alle nicht-metallischen Materialien abzutrennen, zum Beispiel mit Verfahren, die mit Hochspannung arbeiten (Länge 00:28 Min.)
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Ebenfalls auf der Fachmesse vertreten ist MeWa Recycling. In diesem Jahr hat das Unternehmen aus Baden-Württemberg eine hochmoderne Recyclinganlage im englischen St. Helens in Betrieb genommen. Diese kann bis zu 40.000 Tonnen Elektroschrott im Jahr verarbeiten. Auf dem Stand des Unternehmens gibt es unter anderem eine neue Maschine zu sehen, die Altreifen recycelt. Dazu der Marketing Manager der MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH, Harald Pandl:
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Harald Pandl, Marketing Manager der MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH; die meisten Reifen wurden und werden nur zerkleinert und gehen anschließend in die Zementindustrie, das wollen wir in der Recyclingindustrie. Das wollen wir natürlich nicht. Wir zerkleinern den Reifen, dann werden Schritt für Schritt die einzelnen Bestandteile des Reifens herausgelöst; am Ende bekommen wir Gummifeinmehl, das direkt für die Herstellung neuer Gummiprodukte verwendet werden kann (Länge 01:08 Min.)
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Neben Maschinen für das Reifenrecycling zeigt die MeWa GmbH aber auch eine Anlage, die im Jahr etwa 300.000 bis 500.000 Kühlschränke recycelt. Nach den Worten von Pandl werden in Deutschland nahezu alle alten Kühlschränke wiederaufbereitet:
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Harald Pandl, Marketing Manager der MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH; hier gilt es die Wertstoffe wie Metalle aus den Kühlschränken herauszuholen und wiederaufzubereiten und von den Schadstoffen zu trennen; die meisten älteren Geräte enthalten das umweltschädliche FCKW, das mit unseren Verfahren herausgezogen wird (Länge 01:05 Min.)
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Wie wir die einst achtlos weggeschmissenen Rohstoffschätze heben können, zeigt auch die Universität Gießen am Gemeinschaftsstand von Rheinland-Pfalz und Hessen. Unter dem Motto „Einfälle für Abfälle“ wird an Verfahren geforscht, wie zum Teil auch umweltbelastende Abfallmaterialien wieder in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden können. Dazu Professor Stefan Gäth von der Universität Gießen:
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Stefan Gäth, Universität Gießen; Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement; ein Beispiel hierfür ist die Verwertung von künstlicher Mineralfaser; wir können ihn durch eine spezielle Behandlung zu einem neuen Produkt machen, das in der Ziegelindustrie gefragt ist und nun nicht mehr auf die Deponie muss oder auch eine mineralische Dichtung aus Schlacken und Aschen! (Länge 00:37 Min.)
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Die gesamte Bandbreite des Themas Recycling deckt die ALBA Group ab: Mit einem jährlichen Umsatzvolumen von über 2,2 Milliarden Euro und rund 9.000 Mitarbeitern ist die ALBA Group einer der führenden europäischen Umweltdienstleister und Rohstoffanbieter.