Wer heute ein neues Haus bauen möchte, der achtet meist nicht nur auf die reinen Baukosten, sondern auch darauf, wie das Gebäude möglichst energieeffizient errichtet werden kann. Daneben ist das Thema auch bei der Modernisierung von Wohnungen und Häusern ein wichtiger Faktor, der bei der Planung im Vordergrund steht. Schließlich sind in den vergangenen Jahren die Kosten für Heizung, Warmwasser und Strom deutlich gestiegen. Deshalb bleibt die Energieeffizienz auf der BAU 2009 eines der Schwerpunktpunktthemen.
Das Unternehmen SCHÜCO aus Bielefeld stellt auf der Messe so genannte intelligente Gebäudefassaden vor. Die sollen auf der einen Seite nicht nur Energie sparen, sondern auch Energie gewinnen. Nach Worten von Thomas Lauritzen, dem Leiter der Unternehmens-Koordination bietet beispielsweise ein Sommertag andere technische Herausforderungen als eine bitterkalte Nacht im Winter. Das neue Schüco 2° Concept basiert auf dem so genannten Layer-Prinzip. Je nach Bedarf und individuellem Bedürfnis können undurchsichtige Fassadenelemente vor die durchsichtigen Teile geschoben werden:
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Thomas Lauritzen, Leiter der Unternehmens-Koordination stellt das Layer-Prinzip vor (Länge 00:50 Min.)
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Das System soll bis zum Jahr 2011 marktreif sein. Ein weiterer Schwerpunkt in Sachen Energieeffizienz ist bei Schüco auch die Integration von Photovoltaik-Modulen in bestehende Fassaden, wie Lauritzen weiter ausführt:
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Thomas Lauritzen, Leiter der Unternehmens-Koordination zu den Photovoltaik-Modulen der Firma Schüco (Länge 00:33 Min.)
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Einen Schritt weiter geht die Technische Universität Darmstadt. Eine Gruppe von etwa 20 Studenten entwickelt derzeit ein so genanntes energieautarkes Haus, das den benötigten Strom und Warmwasser selbst produzieren kann. Das Haus hat eine Wohnfläche von 75 Quadratmetern und zwei Stockwerke, wie die Pressesprecherin Caroline Fafflok von der TU Darmstadt, Fachbereich Architektur ausführt:
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Caroline Fafflok, Öffentlichkeitsarbeit von der TU Darmstadt präsentiert das neue energieautarke Haus, mit dem sich die TU Darmstadt um den Solar Decathlon bewirbt (Länge 00:47 Min.)
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Mit diesem Projekt nimmt die TU Darmstadt am „Solar Decathlon“ Wettbewerb im Herbst in den USA teil. Im Jahr 2007 haben die Studenten aus Darmstadt den Wettbewerb bereits gewonnen, das neue Haus ist eine Weiterentwicklung. Im Sommer soll das energieautarke Haus errichtet sein, für den Wettbewerb wird es dann in seine Einzelteile zerlegt und in die USA transportiert, wo es von den Studenten wieder aufgebaut werden soll. Wie beim energieautarken Haus wird die Energieeffizienz eines Wohn- oder Firmengebäudes vor allem durch die richtige Dämmung erhöht. Das Unternehmen Isover, das zur Saint-Gobain-Unternehmensgruppe gehört, zeigt auf der BAU 2009 einen neuartigen Dämmstoff, der sowohl für Altbauten als auch für neue Gebäude verwendet wird. Der Dämmstoff der Generation 032 sei wesentlich dünner bei höherem Energieeinsparpotential, erklärt Jürgen Hohmeier, Vorstandsmitglied bei Saint-Gobain, Isover G+H. Wie hoch dieses Potential genau ist, veranschaulicht Hohmeier anhand eines Hauses, das im Jahr 1982 errichtet wurde, also noch vor der ersten Wärmeschutzverordnung:
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Jürgen Hohmeier, Vorstandsmitglied Saint-Gobain, Isover G+H rechnet das Einsparpotential bei richtiger Dämmung vor (Länge 00:47 Min.)
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Nach Worten von Hohmeier hat sich eine derartige Modernisierungsmaßnahme in etwa zwölf Jahren amortisiert.
Dass die Energieeffizienz aber nicht mit dem Haus aufhören muss, zeigt das wärmegedämmte Garagentor vom Unternehmen Hörmann KG aus Nordrhein-Westfalen.
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Stefan Gamm, Leiter Kommunikation Deutschland bei Hörmann KG zum wärmegedämmten Garagentor (Länge 00:27 Min.)
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Wer sein Gebäude nach den neuesten Energiestandards modernisieren möchte, aber nicht genau weiß wie, für den hat Isover gemeinsam mit acht weiteren Unternehmen aus der Baubranche das so genannte EnergieSparNetzwerk gegründet. Ziel ist es, Bauherren bei der Renovierung in Sachen Energieeffizienz Sicherheit zu geben. Unter dem Dach des EnergieSparNetzwerkes sind Architekten, Energiefachberater, Handwerker und Fachhändler vereint, so Alexander Geißels, Projektmanager des EnergieSparNetzwerkes:
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Alexander Geißels, Projektmanager des EnergieSparNetzwerk stellt die Aufgaben des Netzwerkes vor (Länge 00:30 Min.)
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Im Laufe des Jahres soll das Netzwerk bundesweit aufgebaut werden und bis Ende 2009 sollen etwa 1500 Modernisierungskoordinatoren dafür tätig sein.